Der Wetzstahl

Worauf sollte man achten und wodurch zeichnet sich Qualität tatsächlich aus?

Ein guter Wetzstahl zeichnet sich durch eine ausgeglichene Verjüngung zur Spitze aus.
Er besitzt gleichmäßige Züge und eine verschleißarme Oberfläche mit bruchsicherem, zähem Kern.
Der Oberflächenschutz ist wirkungsvoll durch galvanische Beschichtung abgerundet.
Mehr Sicherheit durch hochwertige Beschlagteile und ergonomisch und optisch ansprechendes Griffdesign.

Wetzstahl Züge

Was ist ein Zug und wozu dient er?
Der Zug bestimmt die Oberflächenbeschaffenheit und den Abtrag an der Schneide des Messers. Je nach gewünschtem Materialabtrag kann zwischen verschiedenen Wetzstahlzügen gewählt werden.

Welche Wetzstahlzüge gibt es?

  • Grober Zug: Einsatzbereich Haushalt, hoher Abtrag
  • Diamant: Diamantoberfläche für sehr hohen Abtrag
  • Titan: Spezialoberfläche für sehr hohen Abtrag, besonders für harte Messer geeignet
  • Standard: hoher Abtrag
  • Feinzug: geringer Abtrag/Aufrichten der Schneide
  • Poliert: kein Abtrag, nur zum Aufrichten und Polieren der Schneide
  • Keramik: besonders für harte Messer geeignet. Sehr hartes, aber auch sprödes Material

Je nach Zug des Wetzstahls erhält man eine bestimmte Oberfläche und Rauhtiefe an der Schneide. Diese Oberflächenrauheit ergibt sich durch die Riefen, die beim Wetzen entstehen. Beim richtigen Wetzen am Stahl verlaufen die Riefen quer zur Schneide. An der Schneide selbst, dort wo die Riefen von den beiden Seitenflächen her zusammentreffen, bildet sich je nach Riefentiefe eine mehr oder weniger stark gezahnte Schneidenlinie.

Wie schärft man sein Messer am Wetzstahl richtig nach?

Die Handhabung eines Wetzstahls ist mit ein bisschen Übung gar nicht so schwer. Dabei setzt man die Messerklinge am Wetzstahl im Winkel von 15° - 20° an und führt die Klinge abwechselnd rechts und links entlang. Wichtig dabei ist die gleiche Anzahl an Wetzbewegungen auf beiden Seiten. Sonst wird das Ergebnis ungleichmäßig. Die Wetzbewegung muss mit dem Ende der Messerklinge im Bereich der Spitze des Wetzstahls beginnen und unter leichtem Druck in großem Bogen so geführt werden, dass sie mit der Messerspitze in der Nähe des Wetzstahlgriffes endet.

Wichtig ist dabei, dass beide Messerseiten abwechselnd gewetzt werden. Es darf nicht zuerst die eine Seite des Messers mehrmals und dann die andere Seite mehrmals am Wetzstahl entlang bewegt werden. Sonst bildet sich ein zur anderen Messerseite hin gebogener Grat, der nach der letzten Wetzbewegung stehen bleibt. Beim wechselseitigen Wetzen dagegen entsteht jeweils nur ein sehr feiner Grat (auch Faden genannt), das durch wechselweise Hin- und Herbiegen entfernt wird. Damit der feine Grat auch immer schwächer wird, ist es notwendig, gegen Ende des Wetzvorgangs von Wetzbewegung zu Wetzbewegung weniger Druck anzuwenden.

Bei regelmäßigem nach wetzen bleibt die Klinge immer schön scharf.

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